Windows 2000 & XP
Von: julitemp, 14.1.2008 20:49 Uhr
Hallo,

mit der Technik hab ich's nicht so, daher die Frage an euch Profis :-)

Mein Rechner ist nach dem Einbau von 2 GB RAM statt der vorherigen 1 GB erheblich langsamer geworden als vorher.

Ich hab einfach nur die RAM-Bausteine austauschen lassen; kann es sein, dass man vielleicht im BIOS noch was anpassen muss?

Mein Rechner:


CPU: Intel Pentium 4 3MHz (Prescott-2M)
Mainboard: MSI 915G Combo-FR (Chipsatz Intel Grantsdale-G i915G)
Arbeitsspeicher: 2x 1 GB DDR2 SDRAM (Corsair VS1GB667D2)
Grafikkarte: MSI NX7100 GS / NVIDIA GeForce 7100 GS, 512 MB
BIOS: AMI
OS: Windows XP prof. SP2
2 Festplatten, je ca. 60 GB frei
Auslagerungsdatei: gesamt 3433 MB, belegt 541 MB, frei 2896 MB, ausgenutzt 16%
Arbeitsspeicher: gesamt 2047 MB, belegt 672 MB, frei 1374 MB, ausgenutzt 33%
Virtueller Speicher: gesamt 5480 MB, belegt 1231 MB, frei 4247 MB, ausgenutzt 23%

alles ausgelesen mit Everest Home



Hat jemand eine Idee, was den Rechner trotz der aufgerüsteten 2 GB RAM so ausbremst, auch wenn sonst keine Programm weiter offen sind?
Z.B. brauchen die Icons auf dem Desktop, wenn ich nur den Browser verkleinere eine zeitlang, bis sie sich alle wiederaufgebaut haben.
Bei den vorherigen 1 GB RAM ging das alles wesentlich schneller.
Sonst wurde am Rechner nichts verändert/installiert.

Kann es sein, dass ich im BIOS was (?) umstellen/anpassen muss?
Oder hat WIN XP prof. Probleme mit 2 GB RAM?


Vielen Dank.
Christina



  1. Antwort von Erwin Rockenbauer 1
    nachtrag zur auslagerungsdatei
    hallo

    eine anmerkung zur auslagerungsdatei: sie hat im wesentlichen zwei funktionen:
    - sie stellt zusätzlichen virtuellen speicher zur verfügung. das betriebssystem kann, falls der physische speicher knapp wird, teile des physischen speichers auf die auslagerungsdatei schieben und den speicher freimachen. damit kannst du mehr programme ausführen also ohne auslagerungsdatei möglich wäre. natürlich werden jene programme, deren speicher gerade ausgelagert wird, dadurch massiv langsam. wenn sie aber gerade inaktiv sind (z.b. nur selten benutzt), ist das weniger tragisch

    - jedes programm schleppt einen kleinen overhead mit, den der kernel ausschließlich zum startzeitpunkt des programms braucht aber nicht freigeben kann. ohne auslagerungsdatei musst du den schrott auf jeden fall im physischen speicher mitschleppen. mit auslagerungsdatei kann der kernel den speicher auf die platte schieben. da er ihn eh nie wieder angreift, hat das keine direkten auswirkungen auf die geschwindigkeit des programms. aber der speicher wird frei und kann für was anderes verwendet werden.


    folge: eine auslagerungsdatei hat immer sinn, auch wenn genug physischer speicher im system ist - eben weil der ganze schrott ausgelagert werden kann. allerdings kann man die grösse der auslagerungsdatei getrosst auf einen maximalwert einstellen. die alte faustregel, eine bestimmte prozentanzahl des physischen speichers als auslagerungsdatei zu nehmen, gilt nur für rechner mit weniger als 1 gb.

    auf einen xp mit 2 gb physischem ram brauchst du eigentlich nie eine auslagerungsdatei - ausser, du hast WIRKLICH speicherhungrige programme laufen. trotzdem eine kleine (ca. 100 - 200 mb) anzulegen schadet aber nicht (macht also nichts langsamer) und bringt geringe vorteile. ob es tatsächlich programme gibt, die probleme haben, wenn keine auslagerungsdatei angelegt ist, kann ich weder bestätigen noch verneinen - möglich wäre es aber, wobei diese software dann aber nicht gerade sauber programmiert ist.


    ach ja, mehr als 3 gb in ein 32-bit-betriebssystem reinzustecken ist reichlich unnötig, da das betriebssystem diesen speicher praktisch nicht nutzen kann. der bereich zwischen ca. 3,4 und 4 gb ist im adressraum(!) für bios, treiber usw. reserviert. selbst wenn dieser speicher physisch vorhanden wäre, könnte kein programm der welt ihn nutzen (ausser mit einigen kernel-erweiterungen, die z.b. in speziellen servervarianten von windows drinnen sind).


    in einem "sauber" aufgesetzten xp sollte nach dem booten, also noch ohne selber programme gestartet zu haben, ca. 200 bis 250 mb belegt sein (teilweise auch weniger, hängt von den benötigten treibern und deren qualität ab). du müsstest also ca. 1,7 - 1,8 gib frei haben. wenn dem nicht der fall ist, hast du etliche programme im autostart drinnen. leider ist es so, dass sich viele software-produkte was in den autostart eintragen, obwohl man das zeug gar nicht braucht. das verlangsamt nur den startprozess erheblich und frisst wertvollen speicher auf.

    zusätzlich gibt es natürlich genaug malware (viren, trojaner, etc.) die sich gerne nach systemstart mal im speicher einnisten und unfug anstellen.


    tipp:
    zuerst einen guten virenscanner anschaffen und dein system durchchecken (sinnvollerweise von einer boot-cd wie bart-pe oder knopizillin)
    dann deine autostart-einträge prüfen (z.b. mit msconfig, oder komfortabler mit tuneup utilities). alles, was du nicht brauchst deaktivieren (nicht löschen - vielleicht brauchst du es ja doch...)
    sinnvoll kann auch der check deiner dienste sein, die am system laufen. einige programme gehen inzwischen dazu über, ihre programme nicht im autostart sondern als dienst zu installieren. vorteil: das programm wird auch gestartet, wenn kein benutzer angemeldet ist. nachteil: man bekommt weniger gut mit, was alles läuft.

    lg
    erwin
    • Antwort von Tomh 0
      Re: XP: RAM von 1 auf 2 GB erhöht -> PC langsam
      hi! Virtueller Speicher: gesamt 5480 MB, belegt 1231 MB, frei 4247
      MB, ausgenutzt 23%
      Ein bis zu 6GB großes File dient hier als "virtueller Speicher" ... Z.B. brauchen die Icons auf dem Desktop, wenn ich nur den
      Browser verkleinere eine zeitlang, bis sie sich alle
      wiederaufgebaut haben.
      weil diese Informationen aus der 6 GB großen Datei auf der Festplatte auslesen muß ... Bei den vorherigen 1 GB RAM ging das alles wesentlich
      schneller.
      Da war die Datei auch max. 3 GB groß ...

      Du könntest (wenn du genau weißt, daß Du mit den 2GB vollkommen auskommst) bei Arbeitsplatz -> Eigenschaften -> Erweitert -> Systemleistung -> Erweitert -> Virtueller Arbeitsspeicher -> "Keine Auslagerungsdatei" anhaken ...

      Grüße,
      Tomh

      PS: Merklich schneller wird er jedenfalls auch mit 2GB nicht werden ...
      PPS: Ich hoffe, ich habe mit dieser Antwort nicht über die Strenge geschlagen - Teer und Federn bitte eingesteckt lassen ...
      • Antwort von mabuse 0
        Re: XP: RAM von 1 auf 2 GB erhöht -> PC langsam
        Hat jemand eine Idee, was den Rechner trotz der aufgerüsteten
        2 GB RAM so ausbremst, auch wenn sonst keine Programm weiter
        offen sind?
        Definier mal "sonst keine Programme"
        Denn wenn ich lese: Virtueller Speicher: gesamt 5480 MB, belegt 1231 MB, frei 4247 MB, ausgenutzt 23%
        dann bekomm ich Schluckauf.
        Du hast keine Programme geöffnet und dennoch schon mehr als 1 Gig in deiner Auslagerungsdatei?
        Ich würde sagen, dein Betriebssystem hat ein groß-Reinemachen nötig, besser noch eine Neuinstallation, denn das ist nicht normal.

        Und wenn du nicht gerade Videoverarbeitung machst oder ein Monster-Programm benutzt, das explizit nach 2 Gigs verlangt, war die Speichererweiterung völlige Geldverschwendung. Bei normaler Nutzung kommt man unter XP mit einem halben Gig gut aus, 1 Gig läuft noch ein klitzekleines bischen besser, dannach wird's aber wirklich witzlos.
        Ungefähr so, als wenn man seinen Porsche von 300 auf 600 PS frisiert, aber doch nur durch die Stadt gurkt . . .
        • Antwort von Fred 0
          Re: XP: RAM von 1 auf 2 GB erhöht -> PC langsam
          hi, Ich hab einfach nur die RAM-Bausteine austauschen lassen; kann
          es sein, dass man vielleicht im BIOS noch was anpassen muss?
          Ev. läuft das RAM aus irgendeinem Grund nicht auf Dual-Channel.
          Eigentlich sollte derjenige, der Speicher aufrüstet auch testen, ob alles normal läuft. Auslagerungsdatei: gesamt 3433 MB, belegt 541 MB, frei 2896
          MB, ausgenutzt 16%
          Ich würde die Auslagerungsdatei nicht, wie von jemand anderem vorgeschlagen, deaktivieren. Das kann nämlich zu Problemen führen, wenn eine Anwendung mal auslagern will. 3,5 GB sind etwas übertrieben, ausser, wenn man mit Grafik-/Videobearbeitung zu tun hat, aber es schadet auch nicht.

          Hast du eine fixe Grösse bei der Auslagerungsdatei eingestellt?
          Es scheint unüblich viel bei dir ausgelagert zu werden. Ich hab z. B. mit 2 GB RAM grad mal 100 mb ausgelagert (warum ich überhaupt was ausgelagert hab weiss ich auch nicht :). Arbeitsspeicher: gesamt 2047 MB, belegt 672 MB, frei 1374 MB,
          ausgenutzt 33%
          Ist das nach dem Neustart? Wenn ja, dann würd ich mal die Autostart aufräumen.
          Beispiel: Ich hab in der Firma (jetzt gerade), mit 512 mb RAM und laufenden Programmen (4 Tasks in der Taskleiste und zwei Progis im Tray) nur 200 mb Speichauslastung. Hat jemand eine Idee, was den Rechner trotz der aufgerüsteten
          2 GB RAM so ausbremst, auch wenn sonst keine Programm weiter
          offen sind?
          Hast du Programme in der Taskleiste laufen (rechts unten)?
          Mit 33 % Speichernutzung muss etwas gestartet worden sein. Z.B. brauchen die Icons auf dem Desktop, wenn ich nur den
          Browser verkleinere eine zeitlang, bis sie sich alle
          wiederaufgebaut haben.
          Ein Grund, warum ich einen Desktop voller Verknüpfungen nicht leiden kann. Icons werden gern ausgelagert (auf der Festplatte), da hilft es ev. das Iconcache zu vergrössern. Wie das geht steht hier: http://www.winfaq.de/faq_html/Content/tip0000/online...

          Da es allerdings mit 1 GB funktioniert hat, sollte es mit 2 GB auch nicht anders sein. Kann es sein, dass ich im BIOS was (?) umstellen/anpassen
          muss?
          Normal nicht, ev. hast du extrem langsamen Speicher bekommen. Aber selbst wenn man z. B. ddr2-Ram von cas 4 auf 6 schalten würde, würde man es nicht so spüren, dass die Desktop Icons langsam aufbauen. Oder hat WIN XP prof. Probleme mit 2 GB RAM?
          Nein, es hat Probleme mit 4 GB. Bis 3 bzw. 3,5 GB ist alles OK.

          Drück strg+alt+entf (oder klick die untere Menüleiste auf einem freien Platz rechts an) und geh in den Task-Manager. Dort schau nach, ob eine Anwendung CPU-Auslastung verursacht (im Reiter "Prozesse"), bzw. welche Prozesse am Laufen sind.

          Wenn du nicht weisst, was da nach einem Systemneustart stehen darf, dann poste die Namen der Anwendungen und Prozesse die laufen.

          lg,
          fred
          • Antwort von Rainer 0
            Re: XP: RAM von 1 auf 2 GB erhöht -> PC langsam
            Hi!

            Da sich ja sonst nichts geändert hat, könnte ich mit nur vorstellen, dass der Dual-Channel-Mode nicht mehr aktiv ist.
            Z.B. weil das Board 4 Steckplätze hat und vorher 4x256MB drin waren.
            Überprüfe mal, ob Speicher-Steckplätze frei sind.

            Grüße Rainer